Weshalb „Verhaltensauffälligkeiten“ auch ein „Geschenk“ sein Könn(t)en! (Teil1)

Vermehrt empfange ich Eltern, welche durch Kita-Fachpersonen oder Lehrpersonen über eine Verhaltensauffälligkeit bei ihrem Kind informiert worden sind. Diese sind sehr vielschichtig und können sich in unterschiedlicher Art und Weise zeigen. Jedenfalls führen sie meist dazu, dass sich die Fachpersonen an die Eltern wenden – was ja auch in einer Zusammenarbeit münden kann und erwünscht ist. Der Appell den an die Eltern gerichtet wird, lautet aber oft: «Machen Sie etwas – wir wissen nicht mehr weiter.» Ein grosser Druck der da auf die Eltern übertragen wird. Ein «Angriff», der selten das Gefühl hinterlässt – «ich habe als Mutter oder Vater versagt».

Mein Hinweis, dass die Verhaltensauffälligkeit des Kindes auch als Geschenk angesehen werden kann, führt im ersten Moment zu Verwirrung und später dann aber zur Entlastung.

Ein Kind welches sich auf irgendeine Art und Weise störend verhält, erzählt etwas über sich – es zeigt sich in seinem ungestillten emotionalen Bedürfnis! Da dürfen wir genauer hinsehen. Es fällt nicht leicht, das Verhalten nicht gleich zu bewerten und in der Folge mit einer Massnahme unterbinden zu wollen. Da sind wir alle gefordert.

Wenn es uns jedoch gelingt, das Verhalten nicht isoliert zu betrachten, dürfen wir erst einmal dankbar sein und uns fragen: «Was will uns das Kind mit diesem Verhalten mitteilen?» «Was braucht dieses Kind»? Und so gesehen, empfinde ich es als ein wertvolles Geschenk. 

Problematischer wird es, wenn Kinder in ihrem angepassten Verhalten «übersehen» werden. 

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