Elterncoaching

Kinder zu begleiten, die Elternaufgabe als Privileg und Geschenk anzusehen, bereichert ungemein. Nirgendwo sonst, ist die bedingungslose Liebe so gut sichtbar, wie zwischen Eltern und ihren Kindern. Wir alle sind bestrebt, unseren Kindern bestmögliche Bedingungen zu schaffen, um sie in ihrer persönlichen Entwicklung und Entfaltung zu unterstützen. Dennoch kann es vorkommen, dass wir an unsere Grenzen stossen und uns Situationen überfordern. Ich begleite Sie gerne, wenn Sie sich unsicher fühlen, ihr Kind und sein Verhalten nicht verstehen oder Ihnen alles über den Kopf wächst.

Ich befasse mich seit vielen Jahren mit der frühen Kindheit unter dem Einfluss der Erziehung auf die Kinder. Entwicklungspsychologische Erkenntnisse, haben mir mehr und mehr gezeigt, dass Erziehungsratgeber wie auch Erziehungsformate wie STEP eines ist, welche durchaus ihre Berechtigung haben zu wenig greifen, da ich der Meinung bin, dass es keine allgemeingültigen Rezepte oder Methoden gibt in der Erziehung. Oft beruhen Erziehungsratgeber oder Programme auf verhaltenspädagogischen Konzepten. Sie haben also zum Ziel, das «störende» Verhalten durch bestimmte Methoden in ein angepasstes Verhalten zu bringen. Auch sehe ich eine Tendenz, welche Verhaltensauffälligkeiten der Kinder voreilig pathologisieren. Bei problematischem Verhalten eines Kindes, geht es nicht darum, dass Kind in seinem Verhalten zu ändern, sondern zu verstehen weshalb es sich so verhält. Jedes Verhalten hat einen Sinn und gibt uns Hinweise über ein unerfülltes Grundbedürfnis und dass das Kind gerade in eine Schieflage geraten ist. 

Jedes Kind und ihr soziales Umfeld ist einzigartig und muss auch so betrachtet werden. Ich orientiere mich stark an der Bindungs- und Beziehungsorientierten Pädagogik, welche die Gefühle und Bedürfnisse der Kinder ins Zentrum stellt.  Schlussendlich sind immer Sie der einzige Experte für Ihr Kind. 

Weshalb macht Elterncoaching Sinn?

Verschiedene Aufgaben mit unterschiedlichen Anforderungen bedürfen einer qualifizierten Ausbildung. In der Berufswelt ist dies ganz selbstverständlich. Nur in der Aufgabe des Elternseins hat sich eine gute Vorbereitung noch nicht etabliert. Doch gerade in dieser wichtigen Aufgabe, dem Begleiten unserer Kinder, sehen viele von uns die möglichen Herausforderungen oder Schwierigkeiten erst dann, wenn der Erziehungsalltag uns bereits viel abverlangt und uns überfordert.

Weshalb Eltern-Kind Coaching?

Deshalb, weil systemisches Arbeiten erlaubt, Zusammenhänge bei problematischem Verhalten der Kinder nicht isoliert, sondern in ihren Beziehungen untereinander zu sehen.
Deshalb möchte ich einerseits die Erziehungskompetenzen der Eltern stärken, psychologische Zusammenhänge aufzeigen und damit neue Wege im praktischen Erziehungsalltag ermöglichen. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Kinder aus. Denn die Grundsteine für das weitere Leben, werden in der Kindheit gelegt und können darüber entscheiden, wie man zukünftig mit den Herausforderungen des Lebens umgeht.

Eltern und ihre Kinder sind ein einzigartiges System mit einer Fülle an Bedürfnissen und Besonderheiten. Keine Familie ist wie die andere. Deshalb ist ein persönliches Coaching in der Lage, auf alle möglichen Begebenheiten individuell einzugehen.

Für Eltern, die ihre Kinder entwicklungsgerecht erziehen wollen

Wenn Eltern die Erfahrung machen, dass ein strafender, sanktionierender Umgang mit ihren Kindern die Beziehung belastet und für ihre Entwicklung nicht förderlich ist, suchen sie nach konstruktiven Alternativen. So sind es dann jene Artikel oder andere Erziehungsratgeber, die sie dann stark verunsichern und sie von ihrem Vorhaben, straffrei zu erziehen, wieder abhalten.

So wird immer wieder von Experten geraten, dass es unmöglich sei, Kinder ohne Regeln, Sanktionen und Strafen zu erziehen. Sie sehen es als Notwendigkeit, Kinder mit verhaltenspädagogischen Massnahmen, zu einem von uns gewünschten Verhalten zu bringen. Zudem suggerieren sie, dass Kinder sonst nicht lernen, sich später an Gesetze und Regeln zu halten oder gar zu «Tyrannen» werden, die uns «auf der Nase herumtanzen». So lautet dann oft die Meinung, Kinder wollen unsere Grenzen austesten und neigen dann zu Wutanfällen, denen wir nur mit Bestrafung Herr werden können. Aus bindungs- und beziehungsorientierter sowie entwicklungspsychologischer Sicht, wissen wir, dass die Folgen für Kinder schwerwiegend sind.

Was heisst bindungs- und beziehungsorientiert?

Sich zu entscheiden, Kinder ohne schimpfen, drohen, strafen und Sanktionen zu begleiten, bedeutet nicht, dass Kinder ohne Orientierung von Erwachsenen aufwachsen, sich selbst überlassen sind oder es sich hier um eine «Kuschelpädagogik» handelt.

Kinder brauchen Führung – ohne die sind sie orientierungslos. Die Frage ist nur, für welche Art, und welche Form der Begleitung ich mich entscheide. Ist es eine autoritäre, sanktionierende Führung oder eine, die wertschätzend die emotionalen Bedürfnisse des anderen berücksichtigt?

Ich möchte konstruktive Alternativen zu Strafen und Sanktionen anbieten, denn es gibt sie!  Sie basieren auf einem bindungs- und beziehungsorientierten Ansatz. Diese Pädagogik zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass wesentliche Aspekte von Bindung und Beziehung in besonderer Weise im Umgang miteinander berücksichtigt werden, sodass einerseits die konstruktive Beziehung und der wertschätzende Dialog zwischen Erwachsenen bzw. Eltern und Kindern sowie die individuellen emotionalen Entwicklungsprozesse der Kinder im Mittelpunkt stehen. Der ausschlaggebende Unterschied zwischen der «herkömmlichen Erziehung» und der neuen Eltern-Kind-Beziehung, liegt in der Gleichwertigkeit. Nicht gleichberechtigt, denn Kinder können nicht die gleiche Verantwortung tragen wie wir. Sie haben jedoch denn gleichen Wert wie wir, sie sind gleichwürdig.

In dieser Form von Beziehung, werden Kinder mit einem Recht auf eigene Grenzen wahrgenommen und in ihren Reaktionen, Äusserungen und Rückmeldungen sowie mit ihrer Meinung und ihren Entscheidungen ernst genommen.Die Beziehung zu Kindern verändert sich von einer Subjekt-Objekt Beziehung zu einer SUBJEKT-SUBJEKT-BEZIEHUNG. Das heisst, wir nehmen uns gegenseitig als individuelle Persönlichkeiten wahr.

Ich biete keine Methode an. Denn jedes Kind ist einzigartig wie auch seine Eltern und sein soziales Umfeld. Sie als Eltern, bleiben immer Experte mit ihrem Kind. Gemeinsam jedoch, schauen wir uns die «problematischen» Situationen an, mit Blick auf das Gesamte und auf den Menschen; den Kleinen und den Grossen. Mögliche Fragen denen wir uns widmen, können folgende sein:

  • In welchen Situationen bin ich überfordert?
  • Wann entstehen immer wieder Situationen, in denen ich mich hilflos fühle und nur noch mit Sanktionen, drohen oder strafen etwas erreiche?
  • Was möchte ich verändern?
  • Wann und wie oft und seit wann tritt das unerwünschte Verhalten auf?
  • Wie reagiere ich als Elternteil darauf?
  • Wie fühle ich mich in diesen Situationen?
  • Wie sieht unser Familientagesablauf aus? etc.

Diese Informationen helfen, um den Blick auf das Kind zu richten und nicht nur auf sein Verhalten. Denn das Verhalten ist lediglich das Symptom. Das Kind zeigt uns mit seinem Verhalten, dass etwas mit ihm und seiner Umgebung nicht stimmt. Das Verhalten von Kindern ist immer mit einer unbewussten Botschaft verknüpft. Auch aggressives Verhalten ist immer Ausdruck eines (ungestillten) emotionalen Bedürfnisses. Das Kind verhält sich aus einem bestimmten Grund «so» oder «so.»

Oder aber, Sie möchten Hilfe und Coaching, wenn…

  • Ihr Kind Verhaltensauffälligkeiten zeigt
  • Sie ihr Kind in seinem Verhalten besser verstehen möchten
  • Sie wissen möchten, wie Sie in konfliktreichen Situationen konstruktiv reagieren können
  • Sie wissen möchten, wie Sie mit Wutanfällen oder Aggressionen umgehen sollen
  • Sie das Gefühl haben, dass Kind hört einfach nicht auf Sie
  • Sie sich selbst als Elternteil in einer belastenden Situation befinden und Ihnen alles über den Kopf wächst
  • Sie sich und ihre Gefühlswelt besser verstehen möchten 

Gemeinsam machen wir uns auf den Weg, wie wir dem Kind helfen können, durch Wertschätzung, Gleichwertigkeit und einfühlsamer Begleitung seine emotionalen Bedürfnisse zu erkennen und Gefühle zu regulieren. Dies erlaubt nicht nur eine gesunde Entwicklung ihrer Kinder sondern wirkt sich auch als entlastend in der Beziehungsarbeit und Begleitung im Familienalltag aus.