Geboren im August 1969, erblickte ich als drittgeborenes Kind das Licht der Welt in Bern und fand meinen Platz als das jüngste Mitglied, auch bekannt als das „Nesthäkchen“, in der Geschwisterreihenfolge.
Vielseitig interessiert, jedoch immer mehr beziehungsorientiert als leistungsorientiert, spielten in meinem beruflichen Werdegang Menschen, Medizin, Psychologie, Psychiatrie und Pädagogik stets eine Rolle. So konnte ich meinen ersten Wunschberuf als Medizinische Praxisassistentin realisieren und nach der Geburt unserer Tochter im 1997, viele Jahre in den Universitäten Psychiatrischen Diensten UPD Bern ausüben.
Während dieser Zeit konnte ich mir einen grossen Erfahrungsschatz im Umgang mit unterschiedlichsten Menschen aneignen. Den Einblick in zahlreiche Biographien und die damit einher gegangenen Krankheitsbilder, erweiterten meinen Horizont im Verstehen der Zusammenhänge.
Die Individualpsychologie spielte eine entscheidende Rolle in meinem Leben und ermöglichte mir sowohl fachliche als auch persönliche Weiterentwicklung. Meine zweite Ausbildung zur Diplom-Psychologischen Beraterin ebnete den Weg für neue berufliche Möglichkeiten.
Weitere Berufsfelder; beispielsweise als sozialpädagogische Familienbegleiterin und Pädagogische Begleitperson für Kinder in der stationären Kinder und Jugendpsychiatrie, erweitern meinen Blick und erlauben verschiedene Perspektiven auf die kindliche Entwicklung.
Durch die Auseinandersetzung und Reflexion mit meiner eigenen Persönlichkeit sowie mit meinen bewussten und unbewussten Handlungsmustern während der Ausbildung, verfüge ich über eine grosse Selbsterkenntnis. Lebenserfahrung und Selbsterfahrung sind bei beratender Tätigkeit wertvolle Ressourcen.
Was ist meine Motivation ?
Mich interessiert der Mensch hinter dem Verhalten. Schon lange bevor ich Worte wie Trauma, Bindung oder Nervensystem kannte, habe ich gespürt, dass Reaktionen Sinn machen – auch dann, wenn sie herausfordernd wirken. Diese Neugier, verstehen zu wollen statt zu bewerten, prägt mich bis heute.
In meiner Arbeit begegne ich Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Was sie verbindet, ist das Bedürfnis nach Sicherheit, Zugehörigkeit und gesehen werden. Ich glaube daran, dass Entwicklung dort möglich wird, wo Menschen sich angenommen fühlen – nicht dort, wo sie sich erklären oder anpassen müssen.
Meine Haltung ist trauma- und bindungsorientiert. Das bedeutet für mich, Verhalten im Zusammenhang zu betrachten: mit inneren Zuständen, mit früheren Erfahrungen und mit dem aktuellen Umfeld. Nicht um zu analysieren oder zu reparieren, sondern um Orientierung zu geben und Handlungsspielräume zu öffnen.
Ich arbeite körper- und erfahrungsnah, mit Blick auf das Nervensystem, und begleite Menschen dabei, ihre eigenen Muster und Prägungen besser zu verstehen. Besonders wichtig ist mir dabei die Arbeit mit Eltern und Fachpersonen: Wenn Erwachsene sich selbst regulieren und reflektieren können, wirkt das unmittelbar auf Kinder und Jugendliche.
Prävention ist für mich zentral. Je früher wir verstehen, desto weniger muss später „behandelt“ werden. Beziehung, Co-Regulation und die Fähigkeit zur Reparatur bilden aus meiner Sicht die Grundlage für gesunde Entwicklung – über alle Lebensphasen hinweg.
Ich arbeite traumasensibel mit Menschen jeden Alters und habe Erfahrung im Umgang mit Neurodiversität.
Mir ist wichtig, Menschen in ihrer Eigenheit zu begegnen und Räume zu schaffen, in denen Entwicklung in Beziehung möglich wird.

Für mich ist entscheidend in meinem Tun und Schaffen, welches Menschenbild ich habe und welche Haltung sich durch dieses Menschenbild einstellt. Der Mensch ist ein soziales Wesen der nach Zugehörigkeit strebt und zum Wohle der Gemeinschaft beitragen möchte. Abhängig vom Gemeinschaftsgefühl ist jedoch in hohem Masse das Zugehörigkeitsgefühl, welches ich in meinen Begegnungen mit Menschen bewusst fördern möchte.
Dies kann ich wie folgt zum Ausdruck bringen: mit den Augen des Anderen sehen, mit den Ohren des Anderen hören und mit dem Herzen des Anderen fühlen. Dem Menschen in Gleichwertigkeit begegnen zu können und ihnen somit ein Gefühl von Wert zu vermitteln, ist mir wichtig. Denn jeder Mensch ist wertvoll und gleichwertig. Menschen vorbehaltlos annehmen wie sie sind, im Wissen, dass sie aufgrund ihrer Erfahrungen und Prägungen (noch) nicht anders können.
Mich interessieren Menschen, mit ihren Geschichten und Erfahrungen, die sie gemacht haben. In Anlehnung an Alfred Adlers Individualpsychologie, der den Menschen nicht als Opfer seiner Umstände sondern als Gestalter sieht, ermutige ich Menschen dahingehend ihr ganzes Potenzial zu entfalten um glücklich und selbstbestimmend leben zu können.
Lebenslanges Lernen, verstehen wollen, Perspektiven wechseln, erforschen, sich auseinandersetzen, Zusammenhänge erkennen, Erfahrungen sammeln und weiterentwickeln – daraus schöpfe ich Motivation und Lebensfreude!
Ausbildung
Meine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung zur Dipl. Individualpsychologischen Beraterin AFI, genoss ich von Januar 2014 bis Dezember 2016 an der Akademie für Individualpsychologie in Kloten. Es folgten einige Weiterbildungen im Psychosozialen Bereich. Die so neu erworbenen Kenntnisse lasse ich jeweils in die Beratungen einfliessen.
Spezialisiert habe ich mich in den Themen der frühen Kindheit unter dem Einfluss der Erziehung, um so präventive Erkenntnisse zu gewinnen.
http://akademie-individualpsychologie.ch/
Zusätzlich absolvierte ich das zweiteilige Kursleiterseminar im Jahre 2016 in Würzburg. In dieser Grundausbildung für STEP Kursleiter wurden Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die notwendig sind, um STEP Kurse für Eltern in selbständiger Tätigkeit leiten zu können:
Themen des Seminars: (62 Std.)
- Grundlagen der Individualpsychologie und Reflexion des eigenen pädagogischen Standpunkts
- Die STEP Methode-Inhalte und Arbeitsweise
- Präsentation und Moderation-Theorie und Praxis
- Gruppendynamik, Konfliktmanagement-Theorie und Praxis
- Die Rolle und Aufgabe des selbständigen Kursleiters.
Ich bilde mich kontinuierlich weiter in Form von Besuchen an Vorlesungen und Vorträgen.Ich belege pro Jahr mindestens eine Weiterbildungseinheit im psychosozialen Bereich.Diese neu erworbenen Kenntnisse lasse ich in die Beratungen einfliessen.Durch Austausch mit anderen in der Beratung tätigen Kolleg/Innen, reflektiere ich immer wieder meine eigene Vorgehensweise und profitiere von neuen Inputs und Erfahrungen. Bei offenen Fragen nehme ich an Supervisionen teil.
Ich bin Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Beratung SGfB und der Schweizerischen Gesellschaft für Individualpsychologie nach Alfred Adler SGIPA
https://www.alfredadler.ch/sgipa
Weiterbildungen
Teilnahme am ICASSI 2018 in Bonn vom 29. Juli bis 3. August 2018
Ich besuche die Vorlesungen des Frühjahrssemester 2019 als Hörerin in den Studienfächern Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters und Entwicklungspsychologie an der Universität Bern.
Paarberatung in der Eltern- und Familienberatung (Zusatzmodul bbEFB)
Sozialpädagogische Familienbegleitung IEF Institut für systemische Entwicklung und Fortbildung
Kenntnisse und Erfahrungen
Entwicklungspsychologie
Pädagogik Alfred Adler und Rudolf Dreikurs, Demokratische Erziehung
Bindungs- und Beziehungsorientierte Pädagogik
Systemisch-konstruktivistische Pädagogik
Mindful Parenting
Tiefenpsychologie nach Alfred Adler (Individualpsychologie)
Kognitive Verhaltenstherapeutische Ansätze
Lösungs- und Ressourcenorientierte Beratung
Humanistische und Systemische Ansätze
Polyvagaltheorie
Traumapädagogik